Keramikmesser
Umgang und Vorzüge eines Keramikmessers
Woraus bestehen Keramikmesser?
Die ursprünglich aus Japan stammenden Keramikmesser bestehen aus spezieller Schneidkeramik, die meist auf Basis von Aluminiumoxid und Zirkoniumdioxid hergestellt wird. Dadurch entstehen praktisch verschleißfreie Klingen höchster Qualität, die durch ihre Schärfe langes und dauerhaftes Schneiden garantieren. Die extrem dünnen und flexiblen Klingen sind in einen Griff aus Spezialkunststoff eingebettet.
Was sind die Vorteile eines Keramikmessers?
Ein Keramikmesser behält seine Schärfe für lange Zeit, ein ständiges Schärfen oder Nachschleifen, wie man es von Stahlmessern her kennt, erübrigt sich. Da Keramik nicht mit anderen Stoffen reagiert, ist Fruchtsäure für sie unschädlich, auch wird Obst oder Gemüse beim Schneiden mit einem Keramikmesser nicht verändert und nimmt keinen Beigeschmack an, wie es beim Schneiden mit Stahlklingen geschehen kann. Schließlich sind Keramikmesser nur halb so schwer wie Stahlmesser, was das Handling wesentlich erleichtert.
Härtegrad
Die Härte der Messerklinge wird in der internationalen Einheit Rockwell HRC (Hardness Rockwell nach Skala C) angegeben, je höher dieser Wert ist, desto härter ist der Werkstoff. Während Edelstahlklingen ungefähr eine Härte von 48 HRC aufweisen, verfügen Keramikmesser über eine Härte von etwa 60 HRC bis 67 HRC. Damit sind sie wesentlich härter sind als Edelstahl, weshalb sie auch langsamer stumpf werden. Dieser HRC-Wert muss auf der Klinge abgedruckt sein.
Nachteile von Keramikmessern:
Der größte Nachteil eines Keramikmessers ist die geringe Schlagfestigkeit. Fällt ein solches Messer auf einen harten Boden, kann es leicht zerspringen. Das Schärfen eines Keramikmessers ist zwar mit speziellen Geräten auch dem Laien möglich, sollte aber am besten einem Fachmann überlassen werden.
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