Fischmesser - ideal zum filetieren

Eine Frage des Geschmacks - das Fischmesser

Wer hat sich eigentlich den Quatsch mit dem Fischmesser ausgedacht? Reicht nicht auch ein normales Tischmesser, um die geschuppten Freunde aus dem Meer fachgerecht in den Mund zu befördern? Ja und Nein.

Das wir heute, zumindest in feineren Lokalitäten und zu festlichen Anlässen, nach wie vor ein eigenes Messer für den Fisch benutzen, hat geschichtliche Gründe. Früher, im Mittelalter und der Neuzeit, waren Messer meist aus einfachem Eisen geschmiedet. Das war billig, das war praktisch. Wer aber einmal ein Stück Eisen mit seiner Zunge berührt hat weiß, dass das kalte Metall einen wunderlichen Eigengeschmack besitzt.

Viel zu intensiv für das feine Aroma von Meeresbewohnern. Deshalb wurde zu Fisch ein eigenes Messer aus geschmacklich neutralerem Silber gereicht. Diese liebgewonnene Tradition hat man auch nicht aufgegeben, als Besteck längst aus geschmacksneutralen Stahl hergestellt wurde.

Doch es gibt auch einen recht praktischen Grund für das Fischmesser: Die Gräten. Würde man mit einem normalen oder gar richtig scharfen Messer Fisch verspeisen, würde man die feinen „Knochen“ der Fische regelrecht zerbröseln und das wäre äußerst unangenehm beim Essen.

Das Fischmesser hingegen hat eine vergleichsweise stumpfe Klinge ohne Zähne. Man schneidet damit weniger das Fleisch des Fisches, man zerlegt es, streift Schicht für Schicht regelrecht ab. Und Hand aufs Herz: Das macht doch den Genuss eines Fisches erst so recht zum filigranen Vergnügen!

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